Die Costa Blanca ist eine Mittelmeerküste im Südosten von Spanien. Der Name bedeutet wörtlich „Weiße Küste“ – wegen der hellen Sandstrände, weißen Felsen und vieler weißer Häuser entlang der Küste.
Costa Blanca
Valencia
Die Altstadt von Valencia gehört zu den größten historischen Zentren Europas – und fühlt sich trotzdem erstaunlich lebendig an. Kleine Plätze, schmale Gassen, Cafés an jeder Ecke. Hier kannst Du Dich treiben lassen, ohne Plan, ohne Ziel. Genau so entfaltet Valencia seinen Charme am besten.
Mein Lieblingsviertel in der Altstadt ist ganz klar das Barrio del Carmen. Ein echtes Sammelsurium aus Geschichte, Street Art, Bars, Restaurants und versteckten Ecken. Tagsüber entdeckst Du mittelalterliche Architektur, alte Mauern und jede Menge Geschichten. Abends verwandelt sich das Viertel in einen Treffpunkt für alle, die gutes Essen, Wein und lebendige Stimmung lieben. Das Viertel hat eine jahrtausendealte Vergangenheit, war Teil der alten Stadtmauer und ist bis heute Ursprung vieler Legenden. Diese Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart spürst Du bei jedem Schritt.
Mitten im Barrio del Carmen stößt Du auf das Portal de Valldigna – ein ehemaliges Stadttor durch die muslimische Stadtmauer. Der Hufeisenbogen erinnert an die maurische Vergangenheit Valencias. Kaum zu glauben, dass hier einst der Zugang zum mittelalterlichen Valencia lag. Heute wirkt das Portal fast unscheinbar, erzählt aber eine beeindruckende Geschichte von Wandel und Wiederaufbau.
Ein absolutes Highlight ist die Seidenbörse, die Lonja de la Seda. Dieses Bauwerk der profanen Gotik gehört völlig zurecht zum UNESCO-Welterbe. Wenn Du den Säulensaal betrittst, fühlt es sich an, als wärst Du in einer steinernen Kathedrale des Handels. Hier wurde im 15. und 16. Jahrhundert über Seide, Geld und Macht verhandelt – heute kannst Du einfach nur staunen.
Valencia kann Plätze. Und zwar solche, auf denen Du automatisch langsamer wirst. Die Plaza de la Virgen mit Kathedrale und Basilika ist so ein Ort. Gleich daneben liegt der Palau de la Generalitat, Sitz der Regionalregierung. Wenn Du weitergehst, landest Du am archäologischen Zentrum von l’Almoina – dem Kilometer null der Stadtgeschichte.
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VALENCIA | Fotospots, Kunst & Natur ・VLOG I
Denia
Du wirst dich nicht satt sehen können an den Bergketten, den einzelnen Felsen, manchmal bizarr, manchmal rund wie ein schlafender Elefant. Und genau so ein Bergrücken liegt ca. 80 km südlich von Valençia an der Küste: der „Montgó“. Ein Naturpark zum Wandern, und zu seinen Füßen liegt die Stadt Dénia. Mit ihren knapp 50.000 Einwohner:innen ist sie überschaubar und hat eine bunte, kleine historische Altstadt mit kleinen Läden, Bars und Restaurants. Sichtlich touristisch geprägt und doch mit eigenem Charme: eine Burg, ein Hafen- ein vielseitiges Treiben. Beim Schlendern durch die Gassen geht der Blick immer wieder hoch zum Castillo de Dénia, der Burg. Und der Weg hoch, ebenfalls durch kleine Gässchen, lohnt sich, allein schon wegen des Ausblicks! Von hier aus über die Stadt, zum Strand und zum Hafen hinunter zu blicken, ist wahrlich erhebend. Die Pinien haben sich die Ruinen aus der Römer- und der maurischen Zeit längst erobert und lassen hier bereits einen kleinen Park entstehen.
Ebenfalls auf dem Gelände der Burg befindet sich das Interpretationszentrum Dénia Ciutat Vigia. Hier erfährst du mehr über die Geschichte der Burg und der Stadt. Und vielleicht ist dir danach nach einer kleinen Erfrischung? Dann kehr’ ein in das kleine Café der Burg. Unter den Pinien, zwischen den Ruinen, hoch oben über der Stadt, schmeckt der Cortado nochmal so gut.
Viel los an der Costa Blanca | Alltag in Spanien, Denia & eine Überraschung aus der Heimat ・VLOG II
Natürlich gibt es ein reichhaltiges gastronomisches Angebot in der Stadt. Was aber auf jeden Fall einen Besuch wert ist, ist der Street Food Market im Hafenviertel. Hier bekommst du alles an Essen und Trinken, wonach dein Herz begehrt!
Unseren Stellplatz haben wir im benachbarten Beniarbeig gefunden. Von dort aus, ist Dénia gut mit dem Fahrrad zu erreichen, entweder direkt über den alten Bahndamm oder (etwas weiter) an der Küste entlang.
Von Beniarbeig aus machen wir eine Wanderung entlang der alten Wassertrasse zu versteckten Höhlen. Die Aussicht auf das Tal und den liegenden Elefanten ist beeindruckend.
Moraira
Wir fahren die Costa Blanca weiter in südlicher Richtung – und es reichen nur wenige Kilometer, nämlich einmal um das Cap de Sant Antoni und das Cap de la Nau herum, um in die felsige und steile Küstenlandschaft der Punta de Moraira zu gelangen. Moraira ist ein kleines, chices und elegantes ehemaliges Fischerörtchen, in dem es sich vor allem britische Überwinterungstouristen gut gehen lassen. Aber egal, welcher Nationalität: im Winter geht es hier beschaulich und gepflegt zu, es gibt kleine Felsbuchten wie die Playa del Portet, wo wir uns an einer der beiden Bars am Strand eine erfrischende Sangria genehmigen. Von hier aus führt eine kurze, steile Wanderung hoch zum Torre Vigia am Cap d´Or mit grandioser Aussicht auf das Mittelmeer und bei guter Sicht sogar bis nach Ibiza. Empfehlenswert ist die kurze Küstenwanderung zur Cala de Lbebeig, einer wunderschönen Bucht. Der Weg hierunter lohnt sich!
Auf dem ortsansässigen Campingplatz finden wir alles Nötige, was wir brauchen, auch wenn es jetzt im Februar unter den Pinien dann doch sehr schattig ist.
Elche
Palmen, soweit das Auge reicht! In Elche gibt es Europas größten Palmenhain! Es ist für unser mitteleuropäisches Auge dann doch eine wahre Sinnesexplosion, so viele Palmen auf einmal zu sehen. Auf etwa 1,5 km² erstrecken sich ca. 200.000 Dattelpalmen, die sich als Grüngürtel durch die Stadt ziehen und in zwei Parks zu bewundern sind.
Einen grandiosen Überblick über das Ausmaß des Palmenhains im Stadtgebiet bekommst du vom Turm der Basilica de Santa Maria aus dem 17. Jh. Er ist täglich von 11-18 Uhr geöffnet und die enge Wendeltreppe mit den vielen Stufen lohnen den Aufstieg. Von der Basilika sind es nur wenige Meter zum Stadtpark, dem Parc Municipal oder auch El Palmeral genannt
Der größte Palmenwald Europas | Winter-Vanlife an der Costa Blanca・VLOG III
Hier kannst du die Palmen ohne Eintritt rund um die Uhr genießen die Atmosphäre mit den Wasserspielen und Gebäuden aufsaugen.
Noch spektakulärer wird es aber, wenn du den Hort del Cura, den Botanischen Garten aufsuchst. Hier tauchst du gänzlich ein in eine Welt der Oasen, Kakteen, Strelizien, Palmen, Wasserspiele, und schließlich besuchst du auch „Sissi“, der hier die berühmte 7-stämmige Palme nach ihrem Besuch Ende des 19. Jahrhunderts gewidmet wurde!
In der Altstadt gibt es die Plaça de la Glorieta, die die Palmen und Wasserspiele mit den bunt bemalten Keramikfliesen im Azulejo-Stil in eine belebte Atmosphäre taucht.
Zu Fuß oder auch per Rad ist der Palmenhain entlang der Stadt und des Rio Vinalopó zu erleben. Hier entlang zu schlendern, abseits des Trubels, lässt die Seele dann so richtig baumeln. Wir radeln die Strecke zu unserem privaten Stellplatz in nördliche Richtung fast bis zum Stausee. Einfach herrlich!
Murcia
Die Universitätsstadt Murcia besuchen wir mit den Fahrrädern von unserem einfachen Stellplatz, 7 km von der schönen Altstadt entfernt. Uns gefallen die kleinen, schmalen Gassen und die verschiedenen, unabhängigen Läden. Der erwähnte Stellplatz ist nicht der Rede wert, daher verlinken wir ihn hier auch gar nicht erst 😉
Übernachten
Sehenswertes
Charlotte liebt Geschichten. Besonders solche, die eine Landschaft erzählt. Als Geografin entdeckt sie die Natur- & Kulturgeschichte einer Region, als Naturpädagogin ist es ihre Leidenschaft, Menschen dafür zu begeistern, zu sensibilisieren und zu bilden. Viele Jahre in der Umwelt- & Erwachsenenbildung sowie bei einem Reiseveranstalter für Fachgruppen-Reisen haben ihre Neugierde auf Neues, Kurioses & Regionaltypisches geschürt.















