Der Sturm hat Andalusien und die Algarve weiterhin fest im Griff. So halten wir uns seit gut einer Woche auf einem kleinen Platz im Landesinneren, in der Nähe von Beniarbeig auf. Chris kommt aus den Niederlanden, lebt seit 6 Jahren im Wohnmobil (ein schöner, alter Vario!) und hat vor einem halben Jahr ein Grundstück in Spanien gekauft. Hier ist er durch ausreichend Solarenergie autark vom hiesigen Stromnetz, hat aber fließend Wasser. Es gibt also eine warme Dusche, eine Toilette und eine freundliche Geselligkeit. Wir stehen hier mit einer weiteren Camperin aus den Niederlanden, die auch seit mehreren Jahren im Wohnmobil lebt und einer Schwedin, die hier Urlaub macht und Chris auf seinem Grundstück hilft.
Bei einem gemeinsamen italienischen Abend, konnten wir unsere Englischkenntnisse aufbessern, denn alle sprechen besser Englisch als wir! Das ist also unsere Herausforderung: Neben meinen täglichen Duolingo-Lektionen, das Sprechen im Alltag üben.
Chris ist nicht nur ein guter Pizzabäcker, sondern hat sich hier in der Umgebung mit einem Camper-Service selbstständig gemacht. Mit seinem Vario und einem kleinen Anhänger fährt er auf Campingplätze und bietet Service rund ums Fahrzeug an: Solaranlage nachrüsten, Kühlschrank austauschen, Wasserversorgung optimieren, Reparaturen aller Art usw. Als gelernter Mechaniker hat er außerdem Ahnung von den meisten Fahrzeugen. Hier auf seinem Platz können Camper auch ein paar Tage bleiben, bis die entsprechende Reparatur durchgeführt ist. (https://www.campercabana.com)
Von den Stürmen an der Südküste bekommen wir hier Tag und Nacht die Windausläufer zu spüren. Unser Wohnmobil wackelt wie ein Boot in den Wellen. Gerade Nachts macht es den Schlaf zu einer maritimen Herausforderung. Tagsüber lässt sich die Umgebung per Rad oder zu Fuß erkunden. Um uns herum ist die Sierra de Segaria, eine schöne Berglandschaft mit tollen Ausblicken und Weiten. Im Dorf selbst gibt es alles nötige, das Bier kostet nur 2€ und ein Schwimmbad ist nicht weit.
Wir werden also noch ein paar Tage bleiben, bis wir weiter die Costa Blanca herunter fahren.



