Ich habe den DI.DAY ❊ gestern dazu genutzt, um mich von einem weiteren Bigtech (jedenfalls stückchenweise) unabhängig zu machen: Bisher war die iCloud immer eines meiner Hauptargumente um im sehr praktischen Appel-Universum unterwegs zu sein. Alles so schön einfach mit der iCloud. User müssen sich quasi um fast nichts kümmern und alles greift ineinander. Einmal angemeldet und du kannst deine Daten, Kontakte, Kalendereinträge usw. an einem Ort sammeln und mit all deinen Geräten von überall darauf zugreifen. Das ist mega!
Der Nachteil dabei ist jedoch, die Daten (also DEINE Daten) liegen irgendwo in Amerika in einem Rechenzentrum. Bei wem eigentlich? Die Kontakdaten von deinen Freunden und Freundinnen liegen da übrigens auch. Hast du sie gefragt, ob sie fein damit sind? Dein Kalender verrät auch viel über dich und deine Gewohnheiten. Was perspektivisch mit diesen Daten passiert und wer dann möglicherweise darauf Zugriff haben könnte, ist zumindest – gerade in dieser Zeit – ungewiss.
Also habe ich mich dank der vielen Wechselrezepte ran gesetzt und meine eigene Cloud aufgebaut. Zum Glück betreibe ich mit meiner Internetz Manufaktur bereits einen eigenen Server bei ALL-INKL, in Deutschland gehostet. Genau da habe ich nun die Nextcloud installiert, einem Webinterface vergleichbar mit den Funktionen von Dropbox, Google Drive oder eben auch iCloud. Allerdings liegen die Daten nun an einem Platz, den ich viel besser greifen kann. Auf den ich direkt Einfluss nehmen kann.
Und es funktioniert! Zugegeben, die Einrichtung bedarf schon etwas mehr Aufmerksamkeit. Gerade auch die Kalender und Kontakte dorthin umzuziehen, macht Arbeit. Aber wenn man sich bewußt Zeit dafür nimmt, geht es eigentlich.
Das heißt ja nicht, dass ich die iCloud nun gar nicht mehr nutze (Notizen & Erinnerungen bleiben vorerst dort) – aber gerade sensible, persönliche Daten liegen nun an einem Ort, der zumindest unter den deutschen Datenschutz fällt. Und der ist mir gerade doch lieber, als der ungewisse Umgang mit diesen Daten in Amerika oder sonstigen Serverfarmen.
Wie ist es mit dir? Hast du auch schon einen Big Tech verlassen? Mach doch mal mit! Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne in die Kommentare.
❊Jeden ersten Sonntag auf die gute Seite wechseln!
Unser digitales Leben befindet sich in der Hand weniger Überreicher. Mit der Monopolstellung ihrer Unternehmen bestimmen Menschen wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg weltweit, wie wir uns online informieren, wie wir diskutieren, kommunizieren oder handeln. Einen solchen unkontrollierten Einfluss sollte kein Mensch und kein Unternehmen besitzen, weil wir dann nicht mehr in Freiheit leben können. Die gute Nachricht: Diese Macht geben wir ihnen derzeit, und wir können sie ihnen auch wieder nehmen!








